Projekt 250

Erlebnisorientierter Bienen-Parcour

Dieses Projekt wurde im Juli 2026 abgeschlossen.

Träger: Imkerverein -Lehrbienenstand Offenbach/Main und Umgebung e.V.

Bienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern unserer Kulturpflanzen und Wildpflanzen und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Gleichzeitig ist das Wissen über ihre Lebensweise, ihre Entwicklung und ihre Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht in der breiten Öffentlichkeit oft nur lückenhaft vorhanden. Vor diesem Hintergrund hat sich der lmkerverein entschlossen, mit dem Projekt „Naturkundlicher Bienenparcours“ einen Ort zu schaffen, an dem Wissen über Bienen anschaulich, praxisnah und für alle Generationen zugänglich vermittelt werden kann. Der Bienenparcours verfolgt damit einen klaren Bildungsauftrag: Er soll Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren gleichermaßen einen niedrigschwelligen Zugang zur Welt der Bienen ermöglichen und zugleich als Lernort für die praktische Ausbildung künftiger Imkerinnen und Imker dienen. Der vorliegende Abschlussbericht dokumentiert den Verlauf, die Ergebnisse und die Erfahrungen aus der Projektlaufzeit von April 2025 bis Juni 2026.

Im Rahmen des Projekts wurde ein naturkundlicher Bienenparcours aufgebaut, der Besucherinnen und Besuchern die Lebenswelt der Bienen anschaulich vermittelt. Der Parcours führt die Besuchenden Schritt für Schritt durch die unterschiedlichen Facetten des Bienenlebens und verbindet dabei theoretisches Wissen mit anschaulichen, sinnlich erfahrbaren Stationen. Das Angebot richtet sich an Schulen, Kindertagesstätten, Seniorengruppen und Privatpersonen – von der klassischen Führung bis hin zu kurz- und längerfristigen Bienenprojekten. Der Projektzeitraum erstreckte sich von April 2025 bis Juni 2026 und fiel damit in das Jahr des 150-jährigen Vereinsjubiläums.

Inhalte des Parcours

Im Mittelpunkt des Parcours stehen mehrere thematische Stationen, die jeweils einen eigenen Aspekt des Bienenlebens beleuchten:

  • Schautafeln über die Entwicklungsphasen von Bienen, die den Werdegang von der Eiablage über die Larven- und Puppenstadien bis zur fertigen Biene nachvollziehbar darstellen
  • Wildbienennisthilfen, die auf die besonderen Lebensbedingungen von Wildbienen aufmerksam machen und deren Schutz fördern
  • Informationen zur Honiggewinnung, die den Weg vom Nektar bis zum fertigen Honig veranschaulichen
  • Darstellung der Kommunikation der Bienen, etwa über den Schwänzeltanz und weitere Verständigungsformen im Bienenstock
  • Vorstellung der Bienenarten und ihrer jeweiligen Rolle im Bienenstaat (Drohn, Königin, Arbeiterinnen)
  • Außenstände zur Ablegerbildung und Königinnenzucht, an denen Besucherinnen und Besucher praktische Einblicke in die Bienenhaltung erhalten
  • Mini-Hochbeete aus alten Holzbeuten (Zargen), die von Besucherinnen und Besuchern selbst bienenfreundlich bepflanzt werden können

Durch die Kombination dieser Stationen entsteht ein in sich geschlossener Rundgang, der sowohl für den schulischen Einsatz als auch für individuelle Besuche geeignet ist. Ergänzend dazu wurden die bereits vorhandenen Vegetationszonen des Geländes -darunter Sumpfzonen, Blühzonen und Flächen für Schmetterlinge und Nachtfalter -überprüft, von spontaner Begleitvegetation befreit und in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Schautafeln informieren die Besucherinnen und Besucher künftig über den ökologischen Nutzen dieser Zonen für die heimische Insektenwelt.

Das Projekt wurde von der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region mit 70.282,55 € bezuschusst.