Projekt 171
Fachwerk ganz praktisch
Dieses Projekt wurde im März 2024 abgeschlossen.
Träger: Förderkreis Freilichtmuseum Hessenpark e.V., Neu-Anspach
In Deutschland gibt es ca. 2,4 Mio. Fachwerkhäuser sie prägen die heimische Kulturlandschaft. Alle an Umbau und Sanierung Beteiligten stehen Umgang mit Reparatur, Zuschnitt, energetischer Ertüchtigung und Materialwahl vor großen Herausforderungen. Das fällt umso mehr ins Gewicht, als Fachwerkgebäude i.d.R. nicht heutigen Standards entsprechen. Daher bedürfen Fachwerkhäuser einer fachlichen Betrachtung und eines fachlich angemessenen Umgangs bei Planung, Umsetzung, Wartung und Pflege. Durch die Förderung der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region entstand im Freilichtmuseum Hessenpark die Ausstellung „Fachwerk ganz praktisch“. Platziert ist die Ausstellung in dem neu aufgebauten Musterhaus für zeitgenössisches Wohnen im historischen Fachwerk. Die Ausstellung zeigt, wie attraktiv man heute in einem Fachwerkhaus wohnen und dabei hohe Energieeffizienz, nachhaltige Baumaterialien, moderne Haustechnik und traditionelles handwerkliches Können einbeziehen kann. Die Ausstellung ist gleichzeitig die Ausstattung für das Kompetenzzentrum-Fachwerk des Hessenparks, in dem Seminare und individuell zu vereinbarende Gespräche für stattfinden. Mit der Ausstellung wird Lust auf das Wohnen im „Fachwerk“ gemacht und verbreiteten Vorbehalten wie „zu teuer“, „zu hohe Heizkosten“ oder „zu kompliziert wegen Denkmalschutz“ begegnet.
Das Gesamtprojekt ist seit seinem Start eingebettet in die Nationale Klimaschutzinitiative und verfolgt das Ziel, die Energieeffizienz von Fachwerkgebäuden und Fachwerkstädten zu steigern. Das Musterhaus ist damit ein Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung einer typischen regionalen Hausform, die ganze Fachwerkregionen prägt. Hier sind bisher viele Fachwerkhäuser dem Verfall preisgegeben oder wurden in der Vergangenheit so saniert, dass langfristig Bauschäden auftreten müssen. Das Projekt fördert damit den Erhalt kultureller Eigenheiten und verknüpft moderne Technik mit historisch bewährten und bis heute geeigneter handwerklichen Traditionen.
Das Projekt wurde von der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region mit 80.000 € bezuschusst.
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