Projekt 142

Herzsicherheit von Kindern und Jugendlichen im Sport

Dieses Projekt wurde im Dezember 2020 abgeschlossen.

Leistungsbezogene Untersuchungen sind bisher nicht Bestandteil von kinder- und jugendärztlichen Untersuchungen. Beratungen von Eltern in Bezug auf den leistungsorientiert betriebenen Sport ihrer Kinder finden in Kinderarztpraxen nicht regelmäßig statt. Belastungsuntersuchungen und eine EKG-Diagnostik sind ebenfalls nicht in die Vorsorgeuntersuchungen eingebunden. Oftmals werden diese Untersuchungen erst bei Eintritt bestimmter Beschwerden oder kreislaufrelevanter Vorfälle vorgenommen. In den letzten Jahren ist die Problematik der Herzbelastung bei Kindern und Jugendlichen zunehmend in den Fokus geraten. Verstärkt sind bei Untersuchungen Anomalien aufgefallen, denen nachgegangen werden muss.

Hier sollte das neue und innovative Projekt „Herzsicherheit von Kindern und Jugendlichen im Sport“ mit einer Unterstützung und Verbesserung von präventiven Vorsorgeuntersuchungen im Breiten- und Leistungssport entgegenwirken. Insbesondere durch Herz-Kreislauf-Untersuchungen als Ergänzung zu den üblichen Vorsorgeuntersuchungen und durch die Förderung von leistungsspezifischen Untersuchungen von Kindern und Jungendlichen ab 10 Jahren in allen Sportarten. Vereine und Verbände sollten mit einer breiten Informationsweitergabe unterstützt werden. Das Informationsangebot für Sportlerinnen und Sportler und die Zusammenarbeit mit Ärzten, Sportpädagogen und Sportwissenschaftlern sollten verbessert und herzkreislaufspezifische Vorsorgeuntersuchungen sollten möglichst flächendeckend etabliert werden. Beratungsangebote für Eltern und Jugendliche sollten, angepasst an die Belastungsform und Sportart und die hierdurch verursachten Risiken eingereicht werden. Projektziel ist die Vermittlung einer kardiologischen Sicherheit bei Sport treibenden Kindern und Jungendlichen ab 10 Jahren. Neben der Sicherheit für den jeweiligen Individualsportler sollten mit dem Projekt Kenntnisse und Daten über den plötzlichen Herztod von Kindern und Jugendlichen im Sport gewonnen und publiziert werden. Das Projekt hatte ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Die Durchführung obliegte einem besonders qualifizierten Internisten und einem besonders qualifizierten Kardiologen. Im Jahresverlauf sollten ca. 1000 Sportlerinnen und Sportler im Rahmen dieses neuen und innovativen Ansatzes betreut werden.

Die Stiftungsförderung trug dazu bei, den Nachwuchsathletinnen und -athleten in Hessen eine hochwertige Prävention und damit auch Sicherheit im Sport anzubieten. Zudem konnten wir dadurch neue sportmedizinisch relevante Erkenntnisse gewinnen.

Das Projekt wurde von der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region mit 100.703,10 € bezuschusst.